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Западно-саксонская высшая школа Цвикау 7 май

 

Die Westsächsische Hochschule Zwickau – Hochschule für angewandte Wissenschaften (WHZ – University of Applied Sciences Zwickau) ist eine Fachhochschule in Zwickau.[2] Dazu gehören auch die Hochschuleinrichtungen in densüdwestsächsischen Standorten MarkneukirchenReichenbach im Vogtland und Schneeberg. Mit der Einführung desBologna-Prozesses führt das Studium zum Bachelor— oder Master— Abschluss. Beide Abschlüsse sind denen der universitären Einrichtungen gleichgestellt, weshalb Fachhochschulen die Abkürzung (FH) generell nicht mehr führen müssen. Die drei Säulen des Studiums an der WHZ sind Technik, Wirtschaft und Lebensqualität[3], wobei seit Beginn ununterbrochen weitere fünfzehn Studiengänge mit Diplom-Ingenieur (FH)-Abschluss[4], u. a. in den Fachrichtungen Maschinenbau,Kraftfahrzeugtechnik und Wirtschaftswissenschaften, angeboten werden.

Geschichte

Höhere Bildung reicht in Zwickau bis auf das Jahr 1290 zurück, als die Zwickauer Lateinschule gegründet wurde. Bereits gegen Ende des Mittelalters war Zwickau in Deutschland als Ort humanistischer Bildung bekannt; u.a. wurde hier Griechisch, Hebräisch und Latein gelehrt.[5]. Im 16. Jahrhundert wurde die höhere Bildung wesentlich durch den Naturforscher und Humanisten Georgius Agricolabeeinflusst. Agricola war hier von 1519 bis 1522 Rektor und Lehrer der Griechisch- und Lateinschule Zwickau. Teile der Hochschule befinden sich noch heute auf dem Gelände der ehemaligen Lateinschule. Zwickau zählt damit zu den Städten mit der ältesten höheren Bildungstradition in Sachsen. Diese Traditionen der humanistischen Bildung werden in Zwickau durch die Westsächsische Hochschule weitergeführt.

Der Ausbildungsschwerpunkt ist stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Hierfür hat der Freistaat Sachsen in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel investiert. Zunächst wurde in der Lessingstraße der alte Ingenieurschulbau von 1897, wo ursprünglich Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik zu Hause waren, entkernt, restauriert und saniert.

Da für eine moderne Hochschule an dieser Stelle keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden, befindet sich in diesem Gebäude heute das Finanzamt des Landkreises Zwickau. Hierdurch mussten Teile der ehemals hier ansässigen Fachbereiche jetzt in Zwickau-Eckersbach untergebracht werden. Der Freistaat hat hier für Lehre und angewandte Forschung ebenfalls erhebliche Investitionen getätigt. Beispielsweise wurde anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Automobilbau in Zwickau ein großzügiger Laborkomplex, der August-Horch Bau, eingeweiht. 2008 erfolgte auf dem Campus Eckersbach die Einweihung des Forum mobile. Das Forum bietet Raum für spezielle Fachvorträge mit Bewirtungsmöglichkeit. Hier sind auch die Ahnen des Zwickauer Automobilbaus bis hin zum PKW Trabant zu einer Ausstellung zusammengestellt. Auf dem Campus im Stadtzentrum wurden neue und modern ausgestattete Gebäude übergeben, wie z.B. 1998 die Hochschulbibliothek und 2011 das zum Zentrum für KFZ-Elektronik gehörende EMV-Labor zur Untersuchung von Kraftfahrzeugen auf elektromagnetische Verträglichkeit. Am 26. Juni 2012 hat die Audi AG aus Ingolstadt ein sogenanntes LABCAR an das Zentrum für Kraftfahrzeugelektronik übergeben. In der Anlage können die KFZ-Steuergeräte mit ihrer Vernetzung über die Bussysteme CANLINMOST und FlexRay in einer simulierten Fahrzeugumgebung untersucht und getestet werden. [12]

Die zur WHZ gehörende Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg bildet Gestalter für Kunsthandwerk und Design in den Studiengängen Holzgestaltung, Modedesign, Textildesign, Textilkunst und Musikinstrumentenbau aus. Im Hochschulteil Reichenbach erfolgt die Ausbildung im Studiengang Textile Strukturen und Technologien des Institutes für Textil- und Ledertechnik (ITL). Mit den Studienrichtungen Funktionale Textilien und Textil- und lederbasierte Automobilkomponenten stellt er sich den Ansprüchen moderner Textilindustrie. Ebenfalls in Reichenbach ist die Fakultät Architektur mit dem gleichnamigen Studiengang angesiedelt.

Die Ausbildungspalette der WHZ wurde in den letzten Jahren auch durch die Studiengänge Languages and Business Administration sowie Pflegemanagement erweitert. Damit wurde die neben Technik und Wirtschaft dritte Profillinie sozial-geisteswissenschaftlicher Prägung verstärkt, die bereits mit der angewandten Kunst angelegt wurde.

Zu vielen ausländischen Hochschulen pflegt die WHZ enge Beziehungen im Rahmen unterschiedlicher europäischer Programme oder der bilateralen Zusammenarbeit. Die Kontaktpflege erfolgt durch den Austausch von Lehrkräften und Studenten im Rahmen von Lehr-, Studien- und Forschungsprojekten. Die Hochschule bietet Studenten und Absolventen die Möglichkeit, Studienabschnitte im Ausland zu absolvieren, die mit internationalen Abschlüssen wie BachelorMasterDoppeldiplom oder Euro-Zertifikat abgeschlossen werden können.

Formula Student

Die Formula Student ist ein internationaler studentischer Konstrukteurs-Wettbewerb, bei dem das beste Gesamtpaket aus Technik, Kosten, Vermarktung und Schnelligkeit gewinnt. Von 2007 bis 2010 nahm das WHZ-Racingteam an dieser Konkurrenz mit Verbrennungsmotor-Rennwagen teil. Die Wettbewerbe beginnen in jedem Jahr mit einem neuen Projekt, wofür Businessplan, Konstruktion, Design, fahrdynamische Tests und Rennplazierung gewertet werden. Das Team hat national und international erfolgreich[13]abgeschnitten.

Unter dem Motto „Innovation meets Tradition“ beteiligte sich seit 2011 das WHZ-Racingteam an der internationalen Rennserie bereits zum zweiten Mal mit einem elektrisch angetriebenen Rennwagen[14]. Bei einer weltweiten Beteiligung von insgesamt 477 Teams belegen die Zwickauer Platz 3 der Weltrangliste (Stand August 2014)[15]. Sie sind damit das weltbeste Fachhochschulteam und bestes deutsches Elektroteam.[16].

Familiengerechte Hochschule

Das Ziel der Hochschule ist, dass Familie und Beruf bzw. Studium für Mitarbeiter oder Studenten vereinbar sind. Für dieses Engagement gilt die WHZ bereits seit 2008 alsFamiliengerechte Hochschule, als sie das „audit berufundfamilie“ und „familiengerechte hochschule“ erfolgreich verteidigte.[17] 2011 wurde der Hochschule von der Stiftung „berufundfamilie“ das Zertifikat erneut verliehen.[18]

Fakultäten

  • Automobil- und Maschinenbau
  • Kraftfahrzeugtechnik
  • Elektrotechnik
  • Physikalische Technik/Informatik
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Angewandte Kunst Schneeberg
  • Architektur
  • Gesundheits- und Pflegewissenschaften
  • Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation